Ausstellung vom 01. - 29.11.2015 - KunsTraum 44 in Kelkheim

Zu meinen ausgestellten Bildern:

1. Diptychon „Naturerlebnis Afrika“: Afrika ist nicht nur Weite und faszinierende Tierwelt, sondern begeistert auch durch auffallend schöne Pflanzen und Bäume. Immer wieder war ich begeistert von dem Leberwurstbaum mit seiner hingebungsvollen Blüte, die sich bis zum Boden neigt. Dieser Baum steht wie Musik in der Landschaft und ist dabei prototypisch für die fremdartige, imposante Natur.

2. „Geschick und Anmut“: Mit welch unglaublichem Geschick Frauen jeden Alters Koffer, Töpfe, Körbe etc. auf dem Kopf tragen, ist für uns Europäer ein beeindruckendes Erlebnis auf der Reise. Diese Anmut und das Geschick tauche ich von oben in ein Licht, so dass sie, stellvertretend für viele Afrikanerinnen, im Rampenlicht steht. Auch dieses Leben in der Nähe zur Natur wird hier deutlich.

3. „Afrikanische Nächte“: Wer je im Freien eine Nacht unter afrikanischem Himmel erlebte, kennt die Faszination, wenn die Sterne so übermächtig groß leuchten, dass es einen tief innen berührt. In dieser Darstellung zerfließt das Licht des Himmels in der unteren Bildfläche, um dieses innere Erleben deutlich werden zu lassen. Am Himmel steht die Begeisterung für dieses Licht wie Gestirne.

4. „Sonne, Mythen und Magie Afrikas“: Die Anziehung Afrikas liegt zum einen in der strahlenden Sonne über der Weite, zum anderen in der Magie, die durch die aussagekräftigen Kunstwerke aller Jahrhunderte für uns greifbarer wird. Der hellblaue Schleier, der über das ganze Bild gelegt ist, soll an die unzähligen Mythen erinnern, die in der afrikanischen Seele beheimatet sind.

5. „Hommage an die afrikanische Kunst“ (1 – 4): Der Kopf eines Zauberers, eine Maske, ein Tanzstock und das Bild einer einzelnen Frau, die ich in die Nähe der atemberaubenden Natur Afrikas setze, sind nur ein kleiner Hinweis auf die unglaubliche Schönheit der afrikanischen Kunst. Sie steht hier im Mittelpunkt.

6. Assemblagen „Der Weg von Mensch zu Mensch“ (1-5): Die Bezeichnung ‚Flüchtling‘ ist schon eine Abstempelung. Deshalb wählte ich den Titel „… von Mensch zu Mensch“. Hier greife ich die augenblickliche Völkerwanderung auf, und wählte die Materialien Sand, Steine und Farben. Warum wählte ich bei der Gestaltung nicht zweierlei Steingruppen aus, um das Problem anschaulich zu machen? Und was soll das Gold? Ist es nicht völlig unpassend in dieser Notsituation? Wir sind alle  Menschen, einer auf der Flucht so wertvoll wie der andere zuhause. Und das Gold weist auf die Kostbarkeit des Lebens hin, das uns geschenkt wurde. Und außerdem: Besteht nicht unser gesamtes Leben aus dieser Spur: Der Weg von Mensch zu Mensch. Und wie möchten wir beim anderen äußerlich und innerlich empfangen werden?

    

Nr. 525 "Afrikanische Nächte"                                   Nr. 526 "Geschick und Anmut"

beide Bilder Öl auf Leinwand 2015, 40 x 120

 

 

                

Nr. 531 - 535  Objektkästen "Der Weg von Mensch zu Mensch" (1 - 5), Assemblagen 2015, 15 x 40

 

Pressebericht zur Ausstellung (Frankfurter Rundschau vom 30.10.2015):

 

Kelkheimer Zeitung, 05.11.2015:

 

Bilder von der Vernissage: