Dauerausstellung im Foyer der Heussenstamm-Stiftung

Mit dem Bzug ihres neuen Domizils in der Frankfurter Innenstadt lud die Stiftung Lissy Theissen ein, ein großformatiges Werk im Foyer des Gebäudes zu zeigen. Ein Jahr lang war hier die elektro-akustische Installation "Talk of the Town" zu sehen.

 

"Talk of the town", Elektro-akustischInstallation 1993, 100x150

 

„Talk of the town", ein Stadtgespräch, zumeist ausgelöst durch die Morgenzeitung, ist ein gläsernes Talanton. Aus Worten und Gedanken einzelner wird hier ein Netzwerk geknüpft, ein gedank­liches Netz, das sich unsichtbar, und dabei doch so manifest, in einer Stadt ausbreitet. Talk of the town, eine spannende Sache: Telefone laufen heiß, zigarettenverglühender Gesprächsstoff in Büros, Cafés, Marktplatz, Stammtischen ... .

 

Hauptbetroffene negativer Schlagzeilen möchten sich zu gerne in den Bauch eines Wales flüchten wie einst Jonas. Ob der Ozean der Stadtgeschichte mit ihnen auch barmherzig sein wird? Sicher ist nur: Stadtgespräche kommen und gehen, die Stimmen laufen in ein Gestern - nichts ist bekanntlich so alt wie die Zeitung vom Vortag.

 

Die Kurzlebigkeit solcher Gespräche wird an den Intervallen der blauen Lichter ablesbar. So wird Geschichte gemacht, und wir alle schreiben sie mit durch unsere Aktivität/Passivität gegenüber dem Geschehen in unserem Lebensraum.      LT